GESTALTTHERAPIE

GESTALTTHERAPIE



Was ist eigentlich Gestalttherapie?


Manch einer atmet vielleicht erleichtert auf:

Diese Therapieform hat eher wenig mit „Malen und Basteln“ zu tun.


Mit „Gestalt“ ist ein Problem, eine unbeantwortete Lebensfrage oder Aufgabe, Trauer o. ä. gemeint. Diese Gestalt kann sich schließen und Neuem Platz für Wachstum geben. Krisen werden dabei nicht als Hindernisse betrachtet, sondern als wertvolle Wegweiser hin zu Neuem.

Begründer dieser Therapierichtung sind der deutsche Psychiater und Psychologe Fritz Perls, seine Frau, die Psychologin Lore Perls, und der Soziologe Paul Goodman.

Hier finden Sie – mit freundlicher Genehmigung des Bayerischen Rundfunks – einen Radiobeitrag von Ulrich Trebbin zum Thema Gestalttherapie:

Vereinfacht gesagt sieht Gestalttherapie den Menschen als Einheit von Körper, Seele und Geist, im permanenten Kontakt zur Umwelt. Insbesondere die Schulung der bewussten Achtsamkeit spielt deshalb eine wichtige Rolle. Psychische und psychosomatische Krankheiten werden so behandelt und persönliche und berufliche Weiterentwicklung gefördert.

Ein wichtiger Aspekt der Gestalttherapie ist das „Paradoxon der Veränderung“, das man so formulieren könnte:

Eine Veränderung geschieht dann, wenn ein Mensch zu dem wird, was er eigentlich ist – nicht dann, wenn er versucht, ein anderer zu sein.

Als Therapeutin ist mir besonders die wertschätzende Haltung dieser Therapieform wichtig, die den Menschen ermutigt, Schwierigkeiten und Krisen anzunehmen, einen Sinn darin zu erkennen und sie zu bewältigen.

Mein Part dabei ist, es, diesen Sinn mit Ihnen gemeinsam zu entschlüsseln, sich konstruktiv mit sich selbst auseinanderzusetzen, neue Perspektiven und mehr Lebensfreude zu entwickeln.

Meine Mission lautet stets:

Genau hinschauen und verstehen, was Menschen dazu bringt, nicht mehr „ins Schema zu passen“, sich selbst und ihre Umgebung in Frage zu stellen.

Ähnlich, aber niemals gleich.

Menschen mögen sich äußerlich ähneln und körperlich die gleiche Konstitution haben. Aber jeder Körper und jeder Geist arbeitet anders und „funktioniert“ – mehr oder weniger gut und erfolgreich.

Mancher ist vergleichbar mit einem robusten Küchenradio, das irgendwann vom Schrank fällt und unbeirrt weiterdudelt. Andere ähneln eher einer hochsensiblen Stereoanlage, die nicht in jeder Lebenslage und auf Knopfdruck die gewünschte Akustik produziert.

Eines ist sicher: Kein Gerät, und erst recht kein Körper, leistet auf Dauer … ohne Wartung und ohne Widerspruch

Die Frage lautet dann immer:

Wie gelangt man in schwierige Lebenssituationen – und wie kommt man wieder heraus?

Bei der Suche nach Antworten helfe ich Ihnen – stets mit dem Wissen, dass der Mensch die Lösung seines Problems bereits in sich trägt und es letztlich darum geht, seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren.

Mein Angebot umfasst:

Psychologische Beratung zur Unterstützung in Krisensituationen und Klärung allgemeiner Lebensfragen.

Coaching zur Antwort auf Herausforderungen, die sich aus der Berufsrolle heraus ergeben und zur Persönlichkeitsentwicklung.

Psychotherapie für Menschen, die bereits an psychischen Schwierigkeiten wie Ängsten, Zwängen oder Depressionen leiden.

Zu meinen Klienten gehören naturgemäß Menschen aller Altersgruppen und Gesellschaftsschichten.

Dennoch ist mir besonders die Arbeit mit Jugendlichen ein großes Anliegen.

Durch meine Fortbildung zur Kinder- und Jugendlichen-Therapeutin habe ich gute Einblicke in das Seelenleben der jungen Generation erhalten und weiß, dass gerade Teenager an der Schwelle zum Erwachsen werden zum einen sich selbst besser verstehen möchten, aber auch von neutralen Außenstehenden respektvoll „an die Hand genommen“ und neue Orientierung erhalten.

Einen weiteren Schwerpunkt meiner Arbeit sehe ich in der Begleitung und Unterstützung Angehöriger psychisch und demenziell erkrankter Menschen.

Hier sind oft eine Kombination aus Information um die jeweilige Erkrankung, Hinweise zum Umgang damit und Hilfe zur Selbstfürsorge, also die Frage: „Wie schützen Sie sich selbst, ohne sich schuldig zu fühlen? “ wichtige Bestandteile der Beratung.

Auch „nein“ sagen will gelernt sein.

Mein professionelles Selbstverständnis gebietet es mir, genau hinzusehen und hinzuhören.

Und dabei stets und schnell zu erkennen, wann meine Unterstützung nicht die Richtige ist.

In diesem Fall werde ich Klienten immer an kompetente KollegInnen/Fachärzte verweisen, mit denen ich in regem Kontakt stehe.

Dazu gehören z.B. Suchtkrankheiten und offen oder indirekt kommunizierte Suizid-Gedanken.

Unter den Linktipps finden Sie eine Reihe von Kontaktstellen für Menschen in schwierigen Lebenssituationen.