Gestalttherapie

WAS IST GESTALTTHERAPIE?

Gestalttherapie (GT) ist eine Form der Psychotherapie und wichtige Vertreterin der Humanistischen Psychologie.  Begründer der GT sind der deutsche Psychiater und Psychologe Fritz Perls, seine Frau, die Psychologin Lore Perls, und der Soziologe Paul Goodman. 1951 wurde sie als theoretisches Konzept formuliert.

„Gestalt“ im Sinne der „Ganzheit“

Der Begriff der „Gestalt“ ist hier im Sinne der „Ganzheit“ gemeint.  Eine unbeantwortete Lebensfrage z.B. unverarbeitete Trauer, kann solange eine „offene Gestalt“ bleiben bis wir uns zuwenden und nach Antworten und einem Abschluss suchen.  Die Gestalt kann sich schließen und neuen Themen und weiterem Wachstum Raum geben. Ängste, Zwänge und Depressionen werden in diesem Zusammenhang nicht nur als Hindernisse gesehen, sondern als wertvolle Wegweiser unseres Lebens.

Hier und Jetzt

In dem Bewusstsein, dass wir die Vergangenheit nicht ändern können, ist das Hier und Jetzt für die Gestalttherapie der Ausgangspunkt des Entwicklungsprozesses. Ein wichtiger Aspekt gestalttherapeutischer Arbeit ist die Schulung der bewussten Wahrnehmung (Achtsamkeit).

Aus einer Sichtweise, die jeden Menschen als Einheit von Körper, Seele und Geist betrachtet, unterstützt die Gestalttherapie den Klienten dabei, seine Ganzheit wiederzufinden.

Foto: picture-alliance/dpa

Mit freundlicher Genehmigung des Bayrischen Rundfunks können Sie hier einen Radiobeitrag von Ulrich Trebbin hören:

Die Eltern der Gestalttherapie

Fritz und Lore Perls